10 Schritte für den Umgang mit trauernden Kindern


  1. Kinder mit einbeziehen, nicht ausschließen
  2. Den Tod / den Toten begreifen / anfassen lassen (dazu ermutigen, nicht bedrängen und Zeit lassen!)
  3. Fragen zulassen (auch über-konkrete, „verrückte“, verklärte)
  4. Nicht immer eine Antwort wissen müssen
  5. Kreative Aufgaben stellen (Briefe schreiben, Bilder malen, Sarg bemalen, Blumen mit aussuchen, Traueranzeige mitgestalten, etc.)
  6. Am Trauerprozess / und -weg teilhaben lassen (Aufbahrung, Mitgestaltung der Feier / Beerdigung, Grab bepflanzen und pflegen, etc.)
  7. Gefühlsausbrüche (Schreien, Weinen, Lachen) zulassen und Ruhe bewahren!
  8. Frei-Räume lassen
  9. Kinder im Blick behalten / im Gespräch bleiben (nachfragen, wenn sich etwas verändert)
  10. Gedenktage feiern (Geburtstage, Familienfeste, Gang auf den Friedhof, Blumen / Fotos / Kerzen aufstellen, etc.)

Wichtig!

  • Zeit lassen / Zeit geben
  • Kindertrauer ist willkürlich und verändert sich unter Umständen täglich.
  • Manchmal äußert sich die Trauer von Kindern auch erst nach Wochen, Monate später – für die Erwachsenen bedeutet dies: bereit sein, dies zuzulassen.
  • Kinder brauchen zeitweise eine andere Autorität als die Eltern / einen Vermittler: das (frühere) Lieblingsstofftier kann dabei eine große Hilfe sein (bei Jugendlichen und Erwachsenen)
  • Alle oben genannten Hinweise sind Vorschläge. Kinder sollten nie gedrängt werden, diese Ideen anzunehmen. Wichtig ist, diese Vorschläge zu machen und den Kindern / Jugendlichen die Entscheidung zu überlassen, was sie ausprobieren möchten.
  • Kinder / Jugendliche finden ihre eigenen Möglichkeiten, ihr eigenes Tempo, zu trauern – wenn man sie lässt.

 

Quelle: Schulungsmaterial für Bestattungsfachkräfte Thema Trauerberatung M. Görke-Sauer

 

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